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arma et scientia ex officio

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Ausschreibungsergebnisse nach Kalenderjahren

Ausschreibungsergebnisse nach Instrumenten / Programmlinien

Bei Inhaltlichen Fragen zu Projekten wenden Sie sich bitte an den Bedarfsträgervertreter des BMLV:

Bundesministerium für Landesverteidigung
Abteilung Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Referat Nationale Sicherheits- und Verteidigungsforschung 

Mag. Dr. Adelheid Obwaller
Roßauer Lände 1
A-1090 Wien 
verteidigungsforschung@bmlv.gv.at

Kooperative Projekte > Call 2019

TAUBE

Multi-Sensorfusion für die Navigation von Unbemannten Luftfahrtzeugen in Bereichen ohne GNSS Empfang

Mit zunehmender Automatisierung in der Aufklärung durch UAVs ist auch die Abhängigkeit von Satelliten gestützte Positioniersysteme (GNSS) gestiegen. Dies wurde auch bei der UAV-Abwehr erkannt und wird gezielt genutzt um den UAV-Betrieb aktiv zu stören. Um dieses „Katz und Maus Spiel“ zwischen UAV und Gegenmaßnahmen vollständig zu betrachten, soll in diesem Projekt die Wirksamkeit von GNSS-Jamming auf etablierte UAVs auf der einen Seite und dessen Gegenmaßnahmen auf der anderen Seite untersucht werden. Ziel des Forschungsprojekts TAUBE2 ist der Funktionsnachweis eines neuen innovativen „Multi-Sensorfusion“ Systems, welches unterschiedliche Positions- und Lagesensoren (inkl. innovativen Radarsystemen) dynamisch kombiniert und so die Möglichkeiten von zukünftigen UAV Systemen, welche robust gegen GNSS-Jamming sein werden, darstellt.

Ziel des Forschungsprojekts TAUBE ist der Funktionsnachweis eines neuen innovativen „Multi-Sensorfusion“ Navigationssystems, welches unterschiedliche Positions- und Lagesensoren dynamisch kombiniert. Dabei sollen auch erstmalig die Möglichkeiten eines innovativen Radarsensors als zusätzliches redundantes Sensorsignal erforscht werden. Der Multi-Sensorfusion Algorithmus wird besonders auf die dynamisch wechselnde Sensorqualität optimiert (z.B.: GNSS-Signal verfügbar / gestört, Drift von relativ Sensoren, guter / schlechter Kontrast von optischen/radarbasierten Positionssensoren). Auf Grund der hohen Komplexität der UAVs und dessen Sensorik (im Besonderen GNSS, dessen Signalcharakterisierungen und optische Positionssensoren), kann dieser Nachweis nur sehr schlecht bzw. sehr approximiert in Simulation erbracht werden, und sollte deshalb unter realen Umgebungsbedingungen und aktiven Störsender erbracht werden. Da die aktive Störung von GNSS im öffentlichen Bereich nicht erlaubt ist, sollen die Flugtests zur Messdatenaufzeichnung mit dem Schiebel CAMCOPTER® S-100 und einem Multicopter-UAV des Bedarfsträgers in dem vom BMLV/ÖBH bereitgestellten Testgelände auf der Seetaler Alpe unter realen GNSS-Jamming durchgeführt werden. Dabei werden neben GNSS, IMU auch die von der Johannes Kepler Universität Linz erforschte Radarsensoren mittels eines von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt entwickelten innovativen „Multi-Sensorfusion“ Algorithmus wissenschaftlich untersucht. Im Zuge des Forschungsprojekts TAUBE wird bereits in einem frühen Projekt-Entwicklungsstand dessen Grenzen ausgelotet.