arma et scientia ex officio

Ausschreibungsergebnisse nach Kalenderjahren

Ausschreibungsergebnisse nach Instrumenten / Programmlinien

Bei Inhaltlichen Fragen zu Projekten wenden Sie sich bitte an den Bedarfsträgervertreter des BMLV:

Bundesministerium für Landesverteidigung
Abteilung Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Referat Nationale Sicherheits- und Verteidigungsforschung 

Mag. Dr. Adelheid Obwaller
Roßauer Lände 1
A-1090 Wien 
verteidigungsforschung@bmlv.gv.at

Kooperative Projekte >Call 2018 >

INFOSYS - GIS basiertes Counter IED/UXO Informationssystem

GIS-basierte Modellierung bestehenden Wissens und Echtzeit Einbindung hochauflösender und präzise verorteter multimodaler Nahaufklärungsinformationen.

Im Rahmen humanitärer Einsätze und friedenssichernder Missionen ist der Schutz der Truppe wie auch im Besonderen von zivilen Helfern von NGOs bzw. der Zivilbevölkerung im Allgemeinen eine besondere Herausforderung. Dies gilt besonders in Bezug auf den Kampf gegen bedrohliche Kampfmittel. Der Ansatz für die Counter IED/UXO Aufklärung beruht auf der hierarchisch abgestuften GIS-basierten Integration und Modellierung von bereits bestehendem Wissen und der effizienten Einbindung von Nahaufklärungsinformation in Echtzeit, welche im akuten Einsatzfall durch luft- und bodengestützte, multimodale und hybride Sensoren erhoben wird. Aufbauend auf einem Jahrzehnt erfolgreicher gemeinsamer interdisziplinärer Vorarbeiten durch die Projektpartner und erfolgreichen ersten Pilotstudien mit dem Bedarfsträger ARWT des BMLV wird ein experimentelles F&E Projekt zur Konzeption und Entwicklung eines Prototyps eines innovativen GIS basierten Counter IED/UXO Informationssystems durchgeführt. Hierbei werden vom Bedarfsträger ARWT konventionell eingesetzte Sensoren mit den vom Antragsteller für die Erkundung archäologischen Kulturerbes und Ingenieurgeophysik adaptierten Fernerkundungssysteme (LiDAR) und motorisierten, automatisch positionierten Sensorarrays (magnetische, elektrische, akustische und elektromagnetische) erweitert. Die experimentelle Entwicklung

erfolgt anhand spezifischer, mit dem Bedarfsträger definierter realistischer Problemszenarien im Rahmen einer großflächigen Fallstudie. Die Funktionalität des geplanten Informationssystems beruht darauf, dass langfristig digitale Grundlageninformation aus unterschiedlichen Quellen bereit steht, welche im akuten Einsatzfall effizient - für Experten wie Entscheidungsträgern nachvollziehbar - durch hochauflösende und präzise verortete multimodale Nahaufklärungsinformationen von spezifisch adaptierten Sensorsystemen in Echtzeit ergänzt werden kann, um kompetente und rasche Entscheidungen zu gewährleisten.