arma et scientia ex officio

Ausschreibungsergebnisse nach Kalenderjahren

Ausschreibungsergebnisse nach Instrumenten / Programmlinien

Bei Inhaltlichen Fragen zu Projekten wenden Sie sich bitte an den Bedarfsträgervertreter des BMLV:

Bundesministerium für Landesverteidigung
Abteilung Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Referat Nationale Sicherheits- und Verteidigungsforschung 

Mag. Dr. Adelheid Obwaller
Roßauer Lände 1
A-1090 Wien 
verteidigungsforschung@bmlv.gv.at

Kooperative Projekte >Call 2020 >

RUNS - Resilientes, universelles Navigationssystem für den Einsatz unter „Navigation Warfare“ Bedingungen (RUNS)

Erarbeitung der Grundlagen für die Entwicklung eines heimischen GNSS-Empfängers für das Public Regulated Service (PRS) mit zusätzlichen innovativen Maßnahmen zur Störunterdrückung.

Das Projekt zielt auf die Erarbeitung der notwendigen Grundlagen für eine zukünftige Entwicklung einer kostengünstigen, miniaturisierten, modularen, militärischen Navigations-Geräte-Plattform ab, mit welcher resiliente Navigationsgeräte konfiguriert werden können. Die angestrebten Navigationsgeräte bauen auf einem Multi-Frequenz-Multi-Konstellations-GNSS-Empfänger, erweitert mit geeigneten Maßnahmen zur Unterdrückung von Störungen und Verwendung des Public Regulated Service (PRS), auf. Für den Fall, dass all diese Maßnahmen nicht ausreichen, kann das Navigationssystem auf die Auswertung anderer angeschlossener Sensoren zurückgreifen und alle Sensor-Informationen mit Hilfe innovativer Algorithmen kombinieren.

Die Definition einer derartigen, im militärischen Bereich einsetzbaren, Navigationsplattform muss die spezifischen Bedürfnisse verschiedener Truppenkörper berücksichtigen und dabei den jeweils geltenden Einschränkungen in Bezug auf Größe, Gewicht und Leistungsaufnahme, sowie allen relevanten Umweltbedingungen Rechnung tragen. Die zu untersuchenden Methoden zur Härtung  von GNSS-Empfängern umfassen neben der Einführung von Redundanz durch Multi-Konstellations- und Multi-Frequenz-Fähigkeit moderne Methoden zur Detektion und Unterdrückung von Störsignalen (Jamming), die Erkennung von intelligenten Beeinflussungsversuchen (Spoofing) sowie die Verschlüsselung und die Authentifizierung über PRS. In diesem Zusammenhang soll auch die Anwendbarkeit von Algorithmen mit Künstlicher Intelligenz (KI) untersucht werden.

Zum Projektende soll ein vollständiges, justifiziertes und dokumentiertes Gerätekonzept vorliegen, wofür die folgenden Teilaufgaben gelöst sein müssen:

  • Identifikation, Analyse und Berücksichtigung der möglichen Bedrohungsszenarien
  • Identifikation und Analyse der von den Truppenkörpern gestellten Anforderungen
  • Erstellung eines Pflichtenheftes
  • Untersuchung und Ausarbeitung von Gegenmaßnahmen zum GNSS-Denial.
  • Architektur-Design, Rationalisierung und Systemanalyse
  • Experimentelle Untersuchung und Validation kritischer Elemente, insbesondere des PRS- und multi-sensor-fähigen GNSS-Empfängermoduls